Formiche

Vier Freunde, eine alte Rebsorte und ziemlich viel Meer: «Formiche» ist das gemeinsame Projekt von Simone (auf dem Bild), Gigi, Dylan und einem zweiten Simone – drei Winzern und einem Agronomen, die 2018 beschlossen, in der südlichen Maremma etwas Eigenes aufzubauen. Der Name bedeutet «Ameisen»: Klein für sich, erstaunlich stark zusammen. Dazu ist der Name ein Anspielung auf die gleichnamigen Inseln vor der maremmanischen Küste.

Ihre Bühne liegt bei Capalbio, nur wenige Kilometer vom Meer entfernt. Und dort dreht sich fast alles um die autochthone Rebsorte Ansonica – eine alte, spät reifende Rebsorte der toskanischen Küste. Formiche fand einen kleinen, etwas vergessenen Weinberg mit alten Reben auf roten, sandigen Böden voller maritimer Ablagerungen und brachte ihn Stück für Stück wieder zum Leben.

Im Weinberg wie im Keller gilt begleiten statt dirigieren: Handarbeit, lebendige Böden, spontane Vergärung und möglichst wenige Eingriffe. Entstehen sollen keine lauten Natural Wines, sondern charaktervolle, mediterrane Weine mit Frische, Salz und ordentlich Küstengefühl.